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Ausschnitt aus dem FlyerFilmvorstellung und Diskussion: Der Kuaför aus der Keupstrasse
Zu Gast sind Karmen Frankl von der Initiative Keupstraße ist überall – Her yer Keup Caddesi und der Regisseur Andreas Maus

Im Mittelpunkt des Dokumentationsfilms „Der Kuaför aus der Keupstrasse“ stehen die Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstrasse. Die Bombe detonierte dort am 9. Juni 2004 in der vorrangig von türkisch-deutschen Anwohner_innen bevölkerten Geschäftsstraße und verletzte 22 Menschen, vier davon schwer.
Der Kuaför, ein türkischer Friseursalon, trug die schwersten materiellen Schäden davon. Die Polizei und die ermittelnden Behörden beschuldigten die Opfer selbst, potenzielle Täter_innen mit Verbindungen zur Schutzgeld- und Drogenmafia zu sein. Erst sieben Jahre später wurde der Anschlag auf den rechtsradikalen NSU zurückverfolgt.
2014 griff der Dokumentarfilmer Andreas Maus die Geschehnisse wieder auf und sprach mit den Opfern des Nagelbombenanschlags. Er zeigt auf eindrückliche Weise, wie tiefgreifend der Anschlag, aber auch die rassistischen Verdächtigungen der Betroffenen, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben.
Wir laden Euch herzlich zur Filmvorführung am 14. Dezember in die hansa48 ein. Wir wollen mit Euch, Karmen Frankl und Andreas Maus über den Film sprechen und gemeinsam erörtern, wie institutioneller Rassismus bei den Ermittlungen und die Kriminalisierung der Betroffenen zusammenhängen und welche Konsequenzen daraus folgen.

Eintritt frei. Wir freuen uns über Spenden
19.30 Uhr // 14. Dezember 2017 // Hansa48 // Kiel
Die Veranstaltung wird finanziert von: Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und Rosa Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein


Ausschnitt aus dem BuchcoverVERGANGENE VERANSTALTUNGEN

Lesung: Alltäglicher Ausnahmezustand

Seit einigen Jahren taucht der Begriff „Racial Profiling“ immer häufiger in der öffentlichen Debatte auf. Zumeist wird darunter eine diskriminierende Kontrollpraxis der Polizei etwa in Zügen verstanden. Ausgeblendet bleiben jedoch die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Die Autor*innen des Buches „Alltäglicher Ausnahmezustand“ verbinden in ihrer Lesung aktivistische und wissenschaftliche Perspektiven auf Rassismus in Polizei und Justiz. Sie beziehen Position gegen eine verkürzte Debatte über „Racial Profiling“. Ihre Beiträge geben einen Einblick in die Arbeit der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt, beleuchten Aspekte rassistischer Kriminalisierung und rufen zu Widerstand auf.

Eintritt frei. Wir freuen uns über Spenden
20.00 Uhr // 28. Oktober 2017 // Hansa48 // Kiel

Die Lesung wird finanziert durch die Rosa Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein, die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und AStA Uni Kiel.